Salamander
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Thema: Unfall

Unfall fast vor unserer Haustür

Ab morgen ist Blitzmarathon. Zwei Tage lang, in Bayern natürlich eine Woche. Nirgends ist man so sicher wie hier in Bayern. Deswegen sind unsere Gefängnisse momentan ja auch so prall gefüllt ... 

ach, genug gelabert. Was ich sagen will: während ich so vor mich hinsinniere, ob dieser Blitzmarathon jetzt wirklich was helfen soll oder einfach nur das Säckel füllen ... und dass es interessant wäre, eine Unfallstatistik an diesen Blitztagen im Vergleich zu anderen Tagen zu sehen ... will ich nach links abbiegen, nur noch ein paar Meter bis nach Hause, die letzte Kreuzung vorne an der Brücke. 

Da sehe ich eine schwarze Vespa (oder zumindest eines dieser von weitem ähnlichen Modelle) auf dem Asphalt liegen. Gaffen liegt mir nicht, zumal ich sowas gar nicht sehen WILL. Kann gerne verzichten auf blutüberströmte Rollerfahrer, zerbeulte Kotflügel oder kaputte Autoscheiben, muss ich mir nicht geben. 

Aber die Situation war ziemlich blöd, der Unfall schien gerade eben erst passiert zu sein, Polizei stand mit Van und PkW mitten auf der Abbiegespur, Notarzt war noch nicht da. Die Straße war noch nicht gesperrt, und ich konnte auf den ersten Blick nicht erkennen, ob ich abbiegen durfte nach Hause, oder ob ich geradeaus fahren musste. 

Da die Polizei auf der Abbiegespur stand, ordnete ich mich also zwangsläufig geradeaus ein und fuhr danach sehr langsam, um erstmal die Lage zu checken und nicht womöglich selbst irgendwo reinzukrachen, nur weil noch nicht gesperrt war. 

Da hupt mich tatsächlich ein Vollidiot von hinten an, zieht rechts an mir vorbei, macht mir noch ein paar Gesten und ein böses Gesicht. 

Ja, ich bin falsch gefahren, das ist mir bewusst. Aber auch er muss doch gesehen haben, dass da ein Unfall passiert ist und es angemessen war, hier nicht zu rasen, wo überall Helfer über die Straße flitzen und womöglich kaputte Teile rumliegen. 

Ob der Blitzmarathon geholfen hätte? Die Kreuzung, wo der Roller auf der Straße lag, ist zwar recht übersichtlich (wenn nicht gerade während der Wahlperiode die Plakate die gesamte Sicht für die Linksabbieger versperren), trotzem habe ich dort schon einige blöden Situationen erlebt grade mit Rollern und Radfahrern. Allerdings habe ich das andere beteiligte Auto gar nicht gesehen (falls es nicht nur ein Roller war ohne Beteiligung, kann ja auch sein), kann also nicht mal mutmaßen, was passiert sein könnte ... 

und der Fahrer hinter mir, der hupte und fluchend überholte, der wirkte mir nicht, als könne er sich von ein paar Euro Blitzgebühr abhalten lassen. Wer keine Hemmungen hat, vor den Augen der Polizei am Unfallort einfach über die Kreuzung zu rasen und sogar noch dreist zu hupen, ...

Jedenfalls entschied ich mich, nicht links abzubiegen, sondern ich fuhr geradeaus. An der nächsten Kreuzung wenden oder abbiegen war sinnlos, weil es sich bereits endlos staute. Na prima, meine Straße ist von zwei Seiten aus erreichbar, ansonsten gibt es keinen Weg. Und um nach Hause zu kommen, musste ich nochmal quer durch die halbe Stadt ... in solchen Momenten merke ich, wiesehr ich noch an den gewohnten Routen hänge und wie unflexibel ich bin, neue Routen spontan zu entdecken ... 

Salamander 17.09.2014, 19.27 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL

Auffahrunfall

Als ich von der Arbeit nach Hause fuhr, kam ich mal wieder mitten in den Stoßverkehr. Versuche ich ja zu vermeiden, indem ich sehr früh arbeite, aber manchmal muss ich halt auch Überstunden machen und mich dann notgedrungen ins Getümmel stürzen. 

Nordring, Ampel, vor mir staut es sich, ich werde langsamer, bleibe stehen. Höre einen mächtigen Rumms, erschrecke und sehe mich sofort um. Aber ich erkenne nichts, wende mich wieder nach vorne. Sache von Sekundenbruchteilen mitten im fließenden Verkehr. Und plötzlich ein Stups von hinten. Nur leicht, bin nicht gestürzt, nur kurz nach vorne gehoppst. Habe im ersten Moment auch gar nicht begriffen, was los war, habe einen Moment gebraucht, bis ich alles richtig zusammensortiert hatte. 

Ich habe mich dann umgesehen, der Fahrer hinter mir fuhr direkt an den Seitenstreifen (der Busfahrer später freute sich, weil wir seine Parkbucht blockierten), auch der Wagen hinter ihm fuhr rechts ran, ich habe es ihnen dann gleichgetan. 

War erstaunlich gelassen und entspannt, obwohl ich schon arg erschrocken war. Während die beiden anderen Fahrer Personalien austauschten, habe ich erstmal meine Vespa vor die Front meines Hintermannes geschoben um zu sehen, wo er mich erwischt hatte und wo ggf ein Schaden sein könnte (mir wurde in dem Moment bewusst, dass ich noch nie auf die Höhe der Vespa im Verhältnis zu Motorhaube und Kofferraum eines Autos geachtet habe). Das Topcase ging gerade noch über die Motorhaube, sodass er mich wohl am Sturzbügel erwischt haben muss. Es war auch nichts eingedellt, eingedrückt, zerkratzt oder beschädigt, er hat mich wirklich nur berührt scheinbar. Wer weiß, wie es ohne Sturzbügel gewesen wäre, wenn er direkt auf die Karosserie geprallt wäre?

Der Autofahrer, der das alles verursacht hatte, war ziemlich durch den Wind, entschuldigte sich, er gab auch ganz offen zu, dass er einfach nicht aufmerksam gewesen war in dem Moment, und er erkundigte sich sofort, ob alles in Ordnung bei uns. Zu mir meinte er, dass er froh sei, dass es so glimpflich ausgegangen sei, er selbst als Motorradfahrer wisse, wie gefährlich so etwas enden könne. Die Frau im Auto hinter mir wurde von dem Aufprall wohl recht herumgeschüttelt und hat sich gestoßen, ihr tat der Kopf etwas weh, aber sie schien nicht verletzt. Wirkte mir auch, als hätte sie bei Bedenken in diese Richtung diese geäußert. 

Die Personen im angeditschten Auto waren ziemlich zielstrebig, die Frau (Beifahrerin) notierte sofort alle Daten, nicht vorwurfsvoll oder aufgebracht, sondern effektiv und direkt, auch meine Daten als Zeuge hat sie notiert. Hat auch mir die notwendigen Informationen von beiden Parteien aufgeschrieben, falls wider Erwarten doch etwas an der Vespa sein sollte. 

SOLLTE sich herausstellen, dass etwas an der Vespa ist, dann ist dies aber wohl dennoch Sache der Person im zweiten Auto hinter mir. Zwischen Knall und dem Aufprall zu mir lag schon eine gute Zeitspanne die zeigt, dass der Hintermann vermutlich einen vernünftigen Abstand zu mir hatte.

Wir fuhren dann nach den Formalitäten alle weiter, der Verursacher entschuldigte sich noch einmal, der Fahrer des anderen Wagens meinte, das sei menschlich und zum Glück nichts passiert aber sicher sei sicher, ich gab auch noch kurz ein paar beruhigende Worte von mir, und dann fuhren wir alle drei unserer Wege ... 

Salamander 19.11.2013, 19.16 | (3/3) Kommentare (RSS) | PL