Salamander
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Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Sonstiges

Ob man SO neue Kunden gewinnt?

Auf das Vespatreffen in Kühedorf wollte ich unbedingt. Blöd nur, dass meine Schulter kaputt und die Vespa in der Werkstatt ist. Blöde Ausgangssituation. Egal, dann eben mit den Öffentlichen. Dazu sind sie ja da: um Leute bequem von A nach B zu bringen, ohne dass sie sich in einem eigenen Fahrzeug bemühen müssen. Preisgünstig, praktisch, mit guter Verbindung, eben eine echte Alternative.
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Salamander 13.09.2015, 12.41 | (2/2) Kommentare (RSS) | PL

Streetbunnycrew auf dem Volksfest

Von der Streetbunnycrew lese ich in letzter Zeit häufiger. Und auch auf der Straße bin ich ihnen schon dreimal begegnet. Das ist immer ein Hallo, wenn einem unerwartet pinke Fluffies auf der Landstraße entgegenkommen! Haben jedes Mal freundlich die entgegenkommenden Biker (auch Roller, nicht selbstverständlich, DANKE!) gegrüßt, und danach hab ich immer ein breites Grinsen im Gesicht auf der Weiterfahrt :-)

Auf dem Volksfest am Ostermontag verteilten rosa Plüschhasen Schokolade an die Kinder. Ich dachte ja im ersten Moment, da wären Streetbunnies unterwegs, aber da hatte ich mich getäuscht, war nur Volksfest-Werbung (und hässliche Kostüme noch dazu, aber die Kids fanden es toll, immerhin). War ja fast ein bisschen enttäuscht, denn ich freue mich immer, wenn mir diese rosa Hasen irgendwo begegnen. Finde es einfach witzig, sowas Cooles wie Biken mit so etwas Unschuldigem und Kindlichem zu verbinden wie rosa Plüschbunnies. Und dann noch der Hasen-Totenkopf auf dem Rücken. Fahrten für caritative Zwecke in voller pinker Hasenmontur. Ja, das gefällt mir, schräg und positiv :-)

(Ehrlich, ich finde rosa grauenvoll! Aber in dem Kontext ist es einfach Kult, da würde sogar ich sowas tragen und wär auch noch stolz drauf! Das ist DER Hingucker im Straßenverkehr!)

Was für eine Freude, dass ich dann auf dem Rückweg zu meiner Vespa doch noch vier Bunnies begegnete! Und ich durfte sie sogar fotografieren, danke! 

Falls jemand hier nicht möchte, dass das Foto veröffentlicht ist, dann werde ich es selbstverständlich entfernen. Aber alle strahlen so fröhlich auf dem Bild, hoffe also es ist okay so :-)

Ein Link zur >Homepage< der Streetbunnycrew. Und eine Seite auf >Facebook< haben sie auch. 

Sie wiesen mich darauf hin, dass in Nürnberg demnächst eine >Spendenfahrt< angedacht ist für die Cnopf´sche Kinderklinik, das möchte ich gerne weitergeben und verlinken und drücke die Daumen für einen hohen Erlös und viel Freude bei der Fahrt. Finde ich ´ne tolle Sache :-)


Salamander 22.04.2014, 15.27 | (4/4) Kommentare (RSS) | PL

BBC Reportage - Make me a German

Justin und Bee Rowlatt sind ein Paar, britische Journalisten. Und für ein Projekt der BBC sind sie ein Jahr nach Nürnberg, um hier als Durchschnittsdeutsche ein durchschnittliches deutsches Leben zu führen, angefangen vom Aufstehen um 06.23 hin zum Schweinefleischkonsum, Mittelstandsjob und Hausfrauendasein. 

Es war klar, dass mit vielen Klischees gespielt werden würde. Und "der Durchschnitt" ist oft nicht umzusetzen, etwa beim Alkoholkonsum. Manches wirkte dadurch ziemlich aufgesetzt und künstlich. Aber gut, jeder halbwegs intelligente Zuschauer sollte dies erkennen und eher schmunzeln, es wurde ja auch humorvoll dargestellt, eben typisch BBC unterhaltsam und wissenswert. 

Manches allerdings fand ich sehr ungünstig von der Ausgangssituation her. Da nimmt man nun zwei Journalisten und zwängt ihnen das Leben eines Fabrikarbeiters und einer Hausfrau auf, ob das wirklich sinnvoll ist? Und dann wurde das Kind in einen Waldkindergarten gesteckt, prima für das Kind, aber wirklich durchschnittlich ist das nicht gerade. Zumal das trendy (O-Ton BBC) Viertel Gostenhof, wo sie lebten, ganz sicher anderes repräsentiert. Eigentlich hat das Paar vier Kinder, aber um dem Durchschnitt gerecht zu werden, ließen sie zwei Kinder bei den Großeltern für ein Jahr, da will ich mir mal kein Urteil erlauben aber denke mir meinen Teil. 

Die beiden Journalisten sprachen kein Wort Deutsch. Das ist etwas, das ich auch nicht verstehe. Denn vielleicht täusche ich mich, aber der durchschnittliche Deutsche kann meiner Ansicht nach recht gut Deutsch. Nicht immer unbedingt perfekt, aber immerhin ausreichend, um auf Arbeit mit den Kollegne sinnvoll zu kommunizieren und um die Zubereitunganweisung auf einem Päckchen Sauerkraut zu lesen. Nürnberg ist eine recht touristenfreundliche Stadt, in der auch recht viele Leute Englisch reden, aber man sollte dies nicht von allen Deutschen erwarten, nicht einmal in Nürnberg.

Auch sonst gab es einiges, das ich partout nicht verstehen wollte. Etwa warum er versuchte, in einen Chor zu gehen? Es mag ja sein, dass Chor beliebt ist, aber es gibt auch Stammtische, Kartenrunden, Hasenzüchterverein, Fußballverein, auch das alles typisch deutsch. Und wenn er nicht singen kann und nicht einmal die deutschen Texte vom Blatt lesen kann, wäre er im Schützenverein oder beim Postsportverein einfach besser aufgehoben, das ist auch typisch deutsch. 

Ebenfalls unpassend fand ich Job und Gehalt. Das Gehalt und die Beschreibung entsprachem dem Supervisor, sagten sie, also Schichtleiter, Abteilungsleiter, aber gezeigt wurde die Tätigkeit eines Produktionshelfers an der Maschine. Auch sonst fand ich, dass es bei seinem Job einige Ungereimtheiten gab. Die Frage nach "Mittelstand" hat sich mir da mehrere Male gestellt, und so ganz zufrieden konnte ich sie nicht beantworten. 

Was ich als Nürnberger einfach mal anmerken muss ist: Warum in Herrgottsnamen geht er auf ein Spiel des Bayern München?!? Bier in Plastikflaschen? Bratwürste auf dem Backblech zubereitet? ARGH mir traten Tränen in die Augen, und meine Seele schrie gequält ...

Trotzdem, mir war klar, dass man nicht alles umsetzen kann. DEN durchschnittlichen Deutschen gibt es einfach nicht, es war also auch ansatzweise humorvoll zu sehen. Daher habe ich mich über oben genannten Punkte eher amüsiert (bis auf mein gequältes Frankenseelchen). Und mein Gesamturteil ist alles in allem trotzdem recht gut. 

Was mir gefiel und was gut herausgearbeitet wurde, möchte ich natürlich auch erzählen ;-)

Kulturunterschiede wurden sehr gut herausgearbeitet, sowohl finanziell wie auch gesellschaftlich und im kleinen sozialen Kreis. Gehälter, Mieten, Planung der Finanzen, Sonntagsruhe, Mülltrennung, Nachbarschaft, Hausarbeit, Freizeitgestaltung, Vereinswesen, Kinderbetreuung, Rollenverständnis Mann / Frau, Religion. 

Es zeigte sehr gut die positiven und negativen Seiten des typisch deutschen Denkens hinsichtlich Tradition, Familie, Ordnung, Regeln. Es ist sehr interessant zu sehen, wie manche Dinge nach außen wirken. Dinge, über die man sich sonst kaum Gedanken macht. Ich musste lauthals lachen, als ich die Frau vor den ungefähr 10 verschiedenen mehrfarbigen Mülltonnen stehen sah, die Szene mussten sie gar nicht kommentieren. Und direkt an der Ausfahrt prangt das Schild mit dem abgeschleppten Auto. Auch die Bedeutung von "Ruhestörung" und "Sonntagsruhe" ist hier eigentlich selbstverständlich, da habe ich noch nie groß darüber nachgedacht, das ist den meisten Deutschen vermutlich in Fleisch und Blut übergegangen. 

Ich musste auch schmunzeln über seine Arbeitseinstellung. Die Verwunderung, wie Deutsche weniger Stunden arbeiten und dennoch effektiver sind. Auf der anderen Seite ärgerte er sich, dass Facebook und Handy auf Arbeit nicht gewünscht sind und die Pausen so kurz sind, auch meinte der Arbeitgeber anfangs "er arbeitet recht langsam". Tja, schneller arbeiten, weniger Facebook, weniger Pausen, und zack hat man mehr Freizeit ;-)

Was niemals gesagt wurde aber zwischen den Zeilen sehr gut (und nicht wertend) vermittelt wird ist ... hm, wie soll ich es nennen? Ich hatte plötzlich das Gefühl "oh Gott, sind wir Deutschen wirklich so unentspannt?". Und im gleichen Atemzug musste ich mir eingestehen, dass es tatsächlich so ist. So vieles, das straff geregelt und gegliedert und geplant ist, durchorganisiert von vorne bis hinten, sei es auf der Arbeit oder im Privatleben. Wenn man in dieser Tretmühle aufgewachsen ist, bekommt man es oft gar nicht mehr sosehr mit, aber es wurde hier sehr gut herausgearbeitet.

Und das ist es, was mir zusammenfassend am meisten gefiel: Es wurde manches kritisch beleuchtet, aber niemals bösartig. Es wurde hinterfragt, infragestellt und angemerkt. So etwa die Diskussion zwischen Bee und Justin über die Rolle der Frau ("Rabenmutter" scheint ein rein deutsches Wort zu sein, un düber die Bedeutung der berufstätigen vs häuslichen Mutter wurde sehr viel diskutiert in diesem Bericht). Und eine Mutter hat es sehr gut auf den Punkt gebracht, weshalb sie statt zu arbeiten lieber ihr Kind betreut. 

Der Deutsche Bürger, der die Sendung sieht, wird nichts ändern können. Aber manche Politiker, die könnten tatsächlich einiges an Gesellschaftskritik herauspicken, wo man ansetzen könnte, einiges ein bisschen attraktiver zu gestalten. 

Schade finde ich nur, dass es scheinbar nur eine Folge ist. Warum bleibt man ein Jahr im Ausland für gerade einmal 1 Stunde Sendezeit? Wenn BBC so gut zahlt, dass man für ein Jahr Auslandsaufenthalt lediglich eine Stunde Reportage senden muss - BITTE NEHMT MICH! Ich bewerbe mich! Ich bin Deutsche, spreche fließend Englisch und würde gerne als typische Engländerin in einer typisch englischen Stadt ein Jahr lang typisch englische Arbeit leisten. Dafür werde ich statt einmal im Jahr auch gerne einmal die Woche 60 Minuten Sendezeit füllen!

Salamander 26.08.2013, 08.37 | (0/0) Kommentare | PL

Frosch auf Vespa


Mehrfach als Wallpaper zum freien Download gefunden. Ich gehe davon aus, dass es copyrightfrei ist. Sollte das nicht der Fall sein, bitte direkt ans Kontaktformular, dann werde ich das Bild entfernen. 

Der Kleine hat es mir angetan, ziert momentan meinen Hintergrund. Ein 3D-Bild, an dem der Künstler bestimmt einige Zeit gebastelt hat. Ich finde das Motiv witzig :-)

Salamander 04.08.2013, 14.00 | (0/0) Kommentare | PL