Salamander
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Vespatreffen in Hersbruck zum Café Maulwerk

Hersbruck war dieses Jahr eine regelrechte Zitterpartie! Fahr ich? Fahr ich nicht? Regnet es? Regnet es nicht? Die Woche davor sah es gut aus, Sonne wurde versprochen. Und dann, ab Freitag, kündigte sich plötzlich Regen an. Aus praktischen Gründen fahre ich bei Wind und Wetter, aber gerade deswegen, weil ich oft genug im Regen fahre, will ich mir das nicht auch noch in der Freizeit antun. Aber ich willwillwill nach Hersbruck auf dieses Treffen!

Manche Teilnehmer blieben der Regengüsse wegen zu Hause *einen sonnigen Gruß ins Fichtelgebirge schickt*. Bis zur letzten Minute war ich unentschlossen. Aber um 12 Uhr dann entschied ich mich zu fahren. Der Himmel düster, aber es war trocken. Bis ich den Fuß vor die Tür setze. Dann regnete es. Bis exakt zur Ankunft an der Tankstelle in Hersbruck, als ich abstieg, dann hörte es wieder auf. Wenn Bengel reisen ... 



Unsere Plätze vom >letzten Treffen< waren leer. Sah auch recht unbequem aus. Dafür war es innen gemütlich, und mit einem heißen Kaffee wärmten sich alle auf: Devo, Konsti, Variomatix, Sissy und Tom, Loisl, BerndAlbert. Bald stießen Ritchy und Eule dazu, mit lieben Grüßen ;-)



Das Schöne an Vespatreffen: man kann sich austauschen, fragen, Rat holen oder einfach mal testen. Wir plauderten über das Nachholen eines großen Führerscheins (was ich ja schon oft überlegt habe). So eine 300er wäre schon toll! Aber dann fiel mir ein, dass die GTS ja breiter und somit für längere Beine gedacht sein soll. Ich durfte testen und ... MIST, wieder ein Traum geplatzt. Salamander haben einfach zu kurze Beinchen :(

Wir zögerten, ob eine Fahrt von 50 Kilometern geplanter Tour Richtung Schwend sinnvoll wäre. Das Wetter sah nicht so freundlich aus, aber die Aussicht aufs >Maulwerk< lockte uns. Die meisten entschieden sich dann doch für eine kleine Tour. Statt der geplanten 50 km sollte es die direkte Strecke ohne Umwege mit nur 25 km sein, ein schöner Kompromiss. 

Also, rein in die Regenklamotten und rauf auf die Vespa!



Nach einer nieseligen Fahrt kamen wir am >Café Maulwerk< an.



Es war so gut besucht, dass wir keinen Platz fanden. Überall besetzt, und eine andere große Gruppe schnappte uns dann auch noch die letzten Plätze weg. Was für eine Enttäuschung! Aber dann standen drei der Gäste auf, und direkt am Eingang wurde ein Platz für uns frei. Wo vorher gerade mal drei Leute gemütlich saßen, waren wir nun zu zehnt um den kleinen Tisch. Aber kein Problem, einfach ein paar Stühle, etwas zusammenrutschen, das geht schon ;-)



Die Einrichtung ist kultig. Eben im typischen Stil der 50er Jahre, mit Nierentischen, alten schweren Uhren, Plastik"kronleuchtern", diesen Blumentischlein, einem alten Telefon, es gab richtig viel zu entdecken! Kein Tisch glich dem anderen, überall standen unterschiedliche Tische und Stühle. Alles konnte man gar nicht fotografieren, wenn man niemanden belästigen wollte. Viele Dinge wie die tollen Vorratsdosen, das Geschirr, das Akkordeon, die Einkaufsnetze, ein Paar alte Skier, die Zapfsäule, die Lederhauben und andere Schätze bleiben hier also ungezeigt. Und den passenden Soundtrack, der im Hintergrund lief, dürft Ihr euch dazudenken ;-)

Auch, wenn das vor meiner Zeit war, da kamen trotzdem Erinnerungen hoch! Manche dieser Möbelstücke kenne ich noch von meiner Oma. Einige davon steht sogar noch heute ... 









   

Das Bedienen dauerte etwas länger, entweder waren sie heute hoffnungslos überlaufen, oder eine der Bedienungen war krank. Macht nix, es war gemütlich, die Kellnerin war sehr freundlich, und die Zeit verging sowieso viel zu schnell. Auch, wenn es etwas eng war - dafür war es möglich, sich richtig schön zu unterhalten! Jeder saß nah genug, dass man auch mal überkreuz plaudern konnte, und wir hatten viel Spaß. 

Mit etwas Verspätung kamen auch Sunny und Harry im Café an. Deren Fahrt war leider weitaus ungemütlicher, aber sie haben es dann doch geschafft. Natürlich mussten sie auch noch unterschreiben. Als Beweis, dass wir alle die Grüße von Pancake auch tatsächlich entgegengenommen haben und zurückgaben ;-)



Wir saßen lange, und wenn wir nicht irgendwann nach Hause gemusst hätten, wäre ich gerne länger geblieben. Vor der Abfahrt noch kurz die Toilette aufsuchen. Was ich ganz toll fand: die hatten nicht diese nutzlosen Gebläse, keine umweltverachtenden Papiertücher oder ekligen Leinentücher von der Rolle, sondern kleine niedliche flauschige Gästehandtücher. Ganz toll, gibt ´nen fetten Like von mir! 

Huch, da sitzt schon jemand!



Und hinten bei den Toiletten ist auch ein Raum mit nachgestellter Werkstatt und einem Fahrschulraum. Auch, wenn ich hier einige Bilder zeige: das Café ist absolut einen Besuch wert und zeigt nur einen Bruchteil, quasi als Appetizer. Auf jeden Fall solltet Ihr Euch das selbst ansehen! Ich jedenfalls merke mir das Maulwerk vor und werde gerne wiederkommen, wenn mir an einem freien Tag nach einer kleinen Kaffeefahrt ist :-)







So, dann aber los. Zum Abschied durfte ich die freundliche Bedienung fototgrafieren, vielen Dank! Am liebsten hätte man sie ja in diesem Petticoat stilgerecht im Damensitz auf die Vespa gepackt und mitgenommen ;-)



Noch mal kurz die Sunny fotografiert, wie sie die Vespen fotografiert. Und im Vordergrund - naaaa, wer wird denn gleich in die Luft gehen? ;-)



Mit meinen gerade einmal 50 km von Schwend über Hersbruck nach Nürnberg hatte ich gut Lachen, Nieselregen hin oder her. Der heute nicht vorhandene Pokal geht eindeutig an Ritchy aus Wiesbaden, der mit der Vespa anreiste und auch wieder zurückfährt! Während ich diese Zeilen tippe, ist er vermutlich noch unterwegs. Gute Fahrt und bis zum nächsten Mal! :-)

Salamander 18.05.2014, 19.41

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