Salamander
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Treffen in Rothenburg ob der Tauber

Mein Urlaub begann mit einer Vespatour. Und natürlich muss er auch so enden! Praktisch, dass genau auf den letzten Samstag das Treffen in Rothenburg fiel. Letztes Jahr war ich schon einmal in dieser Gegend und war sehr angetan von der tollen Landschaft. Die Vorfreude auf die Tour war groß. 

Elke war das erste Mal dabei, herzlich willkommen in der Vespa-Community! Und ihre Vespa, das muss ich neidlos anerkennen, ist bildhübsch! Aber logisch, sie hat ja das gleiche Modell wie ich (fast, aber zumindest optisch) ;-)




Ihre ist älter, hat aber deutlich weniger km auf dem Tacho und sieht aus wie neu. Meine hat inzwischen das, wo ich heute jammere und damals hoffte: individuelle Spuren vom täglichen Gebrauch. 

Wir trafen uns an der Esso-Tankstelle. Alle noch mal brav Pipi und Volltanken und Frühstück nachholen. Tour planen, Techtalk und immer ein großes Hallo, sobald ein weiterer Fahrer dazustieß.





Punkt 10.30 fuhren wir los. Die Landschaft nicht nur auf diesem Part der Strecke sondern den gesamten Tag über ein Traum! Viele Serpentinen, Kurven ohne Ende, blühende Felder, weite Wiesen, hier und da sah ich sogar mal einen Hasen über die Wiese hoppeln. Weiße und lilafarbene Blüten wirbelten unter unseren Reifen auf, es war fast schon wie in einem kitschigen Film, und die Straße nennt sich wohl nicht umsonst "romantische Straße". Gerade jetzt im Mai, wo alles blüht, hätte ich mir keine bessere Tour vorstellen können. 

Streckenmäßig auf jeden Fall eine der schönsten Touren, die ich je gefahren bin! ("die schönste" möchte ich nicht sagen, weil ob der Begeisterung eines aktuellen Erlebnisses gerne mal vergangene Eindrücke verblassen, das wäre ungerecht)

Erste Station war ein Marktplatz bei einem kleinen Café. Das Café fand aber wenig Zuspruch, denn zeitgleich fand gerade ein FairTrade Markt statt, wo man ebenfalls leckeren Café, sogar Süßigkeiten und Frühstück bekam. 





Die einen tranken Kaffee, die anderen beobachten das Geschehen auf dem Markt, plauderten, und andere saßen lässig andächtig auf den Kirchentreppen ;-)



Weiterfahren, etwas später dann eine kurze Rast. Hübscher Ausblick:



Dann fuhren wir weiter, ein kleiner Zwischenstop an der Anhäuser Mauer. Mitten zwischen den Feldern irgendwo in der Pampa steht eine große Mauer, Teil eines ehemaligen Klosters. >Hier< kann man ein wenig zur Geschichte des Klosters lesen.



Und zwischendurch immer wieder das komische Gefühl, hinter "meiner" Vespa herzufahren. Die meisten auf den Treffen fahre größere Maschinen. Und wenn schon 125, dann entwededer die alten Kult-Schalter oder eine GTS. Vor mir fuhr Elke mit ihrer LVX, und es war einfach toll! Ich gebe zu, irgendwie fällt mir das im Alltag nicht so auf, aber als ich so hinter ihr herfuhr, davor die breite GTS 300, da wurde mir erst klar, wie schlank und klein die süße LXV eigentlich ist, das ist mir noch nie so deutlich aufgefallen wie heute ... 

Im Anschluss ging es weiter zur Hammerschmiedde von Gröningen, wo wir einkehrten. Hübsche Gegend







Fleißig wurde die Speisekarte gewälzt. Man ging ins Gasthaus, bestellte, bekam eine Marke mit Nummer, und dann wurden die Nummern aufgerufen, wenn man sein Essen an der Theke abholen konnte. Ungewöhnlich, aber rech praktisch, ging auch sehr flott. 



Wie man sieht, die Leute aßen mit großem Appettit ;-)



Und weil wir Vespafahrer im Herzen alle kleine Kinder sind und weil die Begeisterung für Bagger auch vor uns nicht halt macht - noch ein Bild ;-)



Der anschließende Weg führte dann zu einem hübschen Biergarten. Tolle Ausblick, sehr gemütliche Atmosphäre. 





Ich selbst konnte es dann nicht mehr so recht genießen. Ich bin meines Wissens auf keinerlei Naturzeug allergisch, aber ich hatte plötzlich heftige Reaktion als ob. Wurde dann auch etwas gereizt (sorry, falls ich ggf etwas derb war, no mean to offend). 

Also fuhr ich noch mit zur letzten Station, ein gemütliches Gasthaus. Von dort verabschiedeten sich einige von uns und machten sich auf den Heimweg, da schloss ich mich an. Länger hätte ich es nicht mehr geschafft, und die Heimfahrt war eine fiese Qual (fahr mal einer Vespa, wenn er auf einem Auge nix mehr sieht und die Nase Marathon läuft. Boah, der Gedanke, als Vespafahrer Allergiker zu sein, ist ja übel! Da entgeht einem ja die allerschönste Saison des Jahres! Mein Beileid an alle Betroffenen!)

Gerne wäre ich länger geblieben. Einige übernachteten ja auch, trafen sich schon am Vortag oder blieben bis zum Sonntag. Besichtigten die Stadt oder besuchten das Kriminalmuseum. Ich bin sicher, sie hatten eine tolle Zeit, Rothenburg ist wirklich eine sehenswerte und erlebnisreiche Stadt.

Bin aber trotzdem gut heimgekommen und trage noch die Bilder der tollen Landschaft in mir. Ach, das war ein würdiger Abschluss für meinen Urlaub ... 

Salamander 28.05.2015, 08.34

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Kommentare zu diesem Beitrag

2. von DdHadHh

Hallo!

...seid ja ganz schön herum gekommen in Hohenlohe!

Der Marktplatz-mit-Kirche ist in Weikersheim; das Schloss dort hat auch einen kleinen Park. Bekannter dürfte jedoch die 'Jeunesse Musicales' sein.
Der stumpfe Turm ist in Kirchberg / Jagst.
Das letzte Bild ist in Schillingsfürst aufgenommen, oben am Schloss wo zu Zeiten auch eine Art Greifvogel-Show zu bewundern ist.
Die Ortschaft unterhalb des lang gestreckten Schillingsfürst hiess einmal Frankenheim; eine Besonderheit ist auch, dass dort teils 'Jenisch' gesprochen wurde. An manchen Häusern sind zweisprachige Tafeln angebracht.
Mein Favorit ist 'Trittlingspflanzer' was Schuster / Schuhmacher heisst.

Grüsse!

vom 05.06.2015, 07.56
Antwort von Salamander:

Ja, es war wirklich herrlich, dort zu touren, eine traumhaft schöne Gegend!
Danke für die Ergänzungen :-)

Das mit dem Jenisch ist mir neu, gleich mal gegoogelt ... spannend!

1. von SonjaM

Allergie auf dem Mopped, das wird dann besonders lustig mit in-den-Helm-niesen. Ich hoffe, die diesbezüglichen Qualen haben sich wieder gelegt.

Bei dem Trecker-Fahrer musste ich doch laut auflachen...



vom 29.05.2015, 15.47
Antwort von Salamander:

ja, es war am Abend dann besser, keine Ahnung, was das war an dem Tag ... 
"Im Helm niesen" ist ein Thema, das man wohl besser totschweigen sollte, ... sowohl in der Kurve als auch den Schnodder als auch ... äh, Themawechsel ;-)