Salamander
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London - 30.04. Borough Food Market

Kurz hinter der London Bridge beginnt auch schon der >Borough Market<. Oh wow, wir waren überwältigt von den Eindrücken. Man könnte sagen "ja, halt ein Markt, verschiedene Stände, gibts bei uns auch". Aber es war schon toll. Internationale Küche, überall Futterbuden und Verkaufsstände, dazwischen duftende Pfannen und einladende Probiertellerchen, freundliche Verkäufer. Geschäftskunden, Spaziergänger, Touristen, die Händler schieben ihre vollen Wägen durch die kleinen Gassen, dort baut jemand seinen Stand um, und wo man hinsieht, blickt man in liebevoll dekorierte Auslagen. 

Allerdings, das erste, was uns ins Auge fiel, als wir den Markt betraten:




Prima, nicht nur "Deutschland", sondern auch noch "Nürnberger Bratwürste", irgendwie ironisch. Noch dazu alles abgepackt. Und die Verkäuferin achtete herzlich wenig auf die Kunden drumherum, war sehr mit ihrer Arbeit beschäftigt, während die Händler der anderen Stände immer die Kunden im Blick hatten, freundlich zulächelten, für Fotos posierten und den Eindruck vermittelten, dass sie sich freuen angesprochen zu werden. Naja, wir müssen uns ja landesgerecht präsentieren, zuviel Service wäre da eher unpassend gewesen. Und, zugegeben, wirklich appetitlich fand ich die Auslage hinter der Scheibe nicht, da konnten andere Ländern in meinen Augen mit ihren bunten Produkten, anregenden Düften und hübschen Präsentationen schon mehr punkten.

Aber nach dem ersten deutschen Schock wussten gar nicht, wo wir anfangen sollten mit Staunen, Essen und Bummeln. 











Wir hatten noch nicht gefrühstückt, denn zu Hause hatten wir uns extra den >Veggie Table< herausgesucht. Die Site verspricht nicht zuviel. Das Angebot war überschaubar (ich liebe es, wenn Qualität vor Masse geht) aus zwei, drei Burgern und ein paar Salaten. Der Verkäufer trotz der Geschäftigtkeit sehr freundlich und erklärte uns, was es alles gab. Wir bestellten uns zusammen eine große Salatbox. 



Es scheint auf dem kompletten Markt üblich, das Essen nicht anzurichten, sondern die Portionen einfach in Papp-Boxen zu packen. Das bei uns vermeintlich englische "to go" habe ich in London nicht einmal gesehen, dort nennt man es "Take away". Das ist umweltfreundlich und tut dem Geschmack keinen Abbruch, das Durcheinander in der Box ist für Fotos allerdings weniger geeignet ;-)

Tische zum Sitzen gab es nicht, wir mussten die Box im Stehen futtern, hatten dabei etwas Zeit, die Händler zu beobachten. Dann spazierten wir weiter. Nachdem unser erster Hunger gestillt war, konnten wir uns auf die anderen Stände konzentrieren, ohne in die Auslage zu sabbern. 











Wir liefen einige Male auf und ab. Am liebsten hätten wir an jedem zweiten Stand etwas gegessen. Daniel war vor allem von den vielen französischen und italienischen Bäckern begeistert, von den unzähligen Cookies ganz zu schweigen! Er kaufte sich eine Foccacia beim Italiener. Hm, offen gesagt, sowohl in Italien als auch in Deutschland ist Foccaccia wesentlich saftiger, fluffiger, hier war der Teig ziemlich fest und trocken, sehr ungewohnt. Lecker war es trotzdem, und die Portion war so riesig, dass wir für die nächsten beiden Tage noch einen Vorrat im Hotelzimmer hatten. Und für den Ingwer-Rosinen-Cookie, den wir uns teilten, finde ich keine Worte, der war unglaublich!

Mich reizten vor allem die Stände aus Indien, China, Äthiopien, überall gab es Gemüsepfanne, Nudelpfanne und duftende Beilagen. Ich bestellte mir beim >Äthiopier< eine gemischte Box. Unten etwas Reis, darüber drei Sorten verschiedener Currys. Man legte tatsächlich die Box schief, gab einen Löffel gelbes Linsencurry in die Ecke, und dann folgte direkt daneben das ebenso flüssige Erbsencurry und eine dritte Portion suppige Flüssigkeit *lol*. Aber, irgendwie hat es funktioniert und war unerwartet köstlich. Ich hatte versehentlich die normale Box bestellt, hätte aber statt Reis gerne Injeras, dünne Brote, gehabt. Ich reichte ihm das Geld, bat um zusätzliche Brote und bekam gratis mehrere Fladen in die Hand gedrückt, das war lieb! Aaah, ich liebe es, mit den Fingern zu essen!

Direkt neben dem Food Market ist die Southwark Cathedral. Dort setzten wir uns hin, um unser Essen zu verzehren. Mehr darüber im nächsten Beitrag.

Salamander 05.05.2015, 09.43

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