Salamander
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London 01.05. - Chinatown und Soho Square Garden

Am Freitag wurden wir recht unsanft geweckt. Mehr dazu in meinem Bericht über das Hotel. Da wir also schon wach waren, machten wir uns gleich auf den Weg zum Frühstück. In der Nähe gibt es den Masque Haunt, einen gemütlichen Pub an der Ecke. Naja, in London gibt es an jeder Ecke einen Pub, aber dieser hier war eben an der Ecke zu unserem Hotel. Und er hatte ein vegetarisches Frühstück.


London ist für Veganer, Vegetarier und Leute mit diversen Allergien ein Traum! Auf fast allen Karten gibt es vegetarische Angebote, meist sogar veganisierbar. Glutenfrei ist quasi Standard, und dann werden auch noch Dairy-Free (ohne Milch) und Egg-Free (ohne Ei) ausgezeichnet. Oft findet man die Kalorien auf der Karte, oder zumindest eine Markierung von Gerichten mit unter 500 Kalorien. 

Da "vegetarisch" in London sehr oft "vegan" bedeutet, ließen wir es drauf ankommen, zumal wir wenigstens einmal ein ordentliches "Full English" wollten.Köstlich! Warme gebackene Bohnen, Tomate, Pilz, Toast, Röstis, heiße Würstchen. Die Originale hatten mir letztes Jahr nicht geschmeckt, sie waren zu fettig und glibbrig. Die vegetarische / vegane Variante dagegen war zwar etwas schwer, aber sehr lecker.



Übrigens, das vegetarische "Full English" kommt hier auf 937 Kalorien. Wer also sagt "ich hab ja nur gefrühstückt und nehm trotzdem nicht ab" weiß hier zumindest, woran es liegt ;-)

Danach hatten wir vor, uns >Soho< anzusehen. Daran grenzt Chinatown. Im Internet sieht es ziemlich prächtig aus, hier zum Beispiel ein Bild der Dekoration für das >Neujahrsfest<. Und jetzt mein Bild aus dem gleichen Straßenzug, bei Tag, weniger festlich und ziemlich nüchtern ;-)



Realistisch betrachtet empfand ich die Straßenzüge lediglich als eine Ansammlung von asiatischen Supermärkten, Souvenirbuden, Bäckereien, Imbissbuden und Restaurants. Sehr interessant, trotz alledem, aber ich hatte mir etwas mehr versprochen. Die Medien pushen manche Dinge doch etwas auf. Wenn man mal außer Acht lässt, dass Erwartung und Realität nicht zusammenpassten, war es doch sehr spannend. In London sieht man sehr viel öfter Glasscheiben als bei uns, nicht nur bei Schaufenstern, sondern auch in Restaurants oder Handwerksbetrieben. So auch in Chinatown, wo wir zum Beispiel einer Frau beim Backen von Küchlein zusehen konnten. Es gibt auch hübsche kleine Statuen hier und da (wenn man für das Foto die verdreckte Umgebung weglässt, sieht es sogar richtig edel aus *smile*). Die obligatorischen echten Koi sowie haufenweise Steinlöwen durften nicht fehlen.



Überall herrscht reges Treiben, die Verkäufer räumen in ihren Läden, stellen ihren Müll auf die Straße, flitzen von einem Haus zum anderen, stehen auf dem Gehweg und unterhalten sich. Es ist eine Einheit und ein Widerspruch, ein Culture-Clash aus Dreck, Edel-Chic, Vergangenheit, Moderne und fernöstlicher Exotik mit mehr Kitsch als Kunst. Meine Fotos spiegeln recht gut wieder, wie ich es empfunden habe: 











Wir sahen berittene Polizisten, beobachteten das rege Treiben auf den Straßen und teilten uns ein Azuki-Brötchen. Klar habe ich Rezepte dafür, und klar kann man die hier auch kaufen. Aber in London in China Town schmecken sie eben anders, schon weil es sich ganz anders anfühlt es hier vor Ort zu futtern ;-)

Direkt daneben dann Soho. Auch, wenn Soho selbst nicht allzu groß ist - all die Shops, Futterbuden, erotischen und kulturellen Eindrücke würden wohl für einen Tagesausflug genügen. Soho ist bunt, lebendig und unglaublich! Die kulinarischen Genüsse der unterschiedlichen Länder in den Häusern und auf den Straßenmärkten lassen sich kaum zählen, die schrägen Bars bieten jede Menge Tag- und Nachtleben. Theater, Kino, Ausstellungen lassen auch die Kultur für den Geist nicht vermissen. Und weil soviel Kultur, Futter und Erotik irgendwann zu Kopfe steigt, braucht der Tourist auch einen Ruheort. Den findet er im Soho Square Garden. Ein kleiner aber sehr hübsch eingerichteter Park. 








Salamander 09.05.2015, 08.42

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