Salamander
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Herbstgedanken

Ach ja, der Herbst. Eigentlich fast schon kurz vor Winter. In Oberfranken und Mittelfranken hat es bereits geschneit. Morgens Frost ist keine Seltenheit mehr. Fahren wäre möglich aber nicht schön. Zwei Winter bin ich bereits durchgefahren. Diesen Winter kann und werde ich nicht zur Arbeit fahren.


Die Vespa steht noch in der Werkstatt, der Fehler wird einfach nicht gefunden, und nun soll angeblich sogar ein Techniker von Piaggio himself in der Werkstatt vorbeikommen, um sich das anzusehen. Hoffen wir, dass er etwas findet. Die Werkstatt scheint langsam genervt von der Arbeit, die bisher ergebnislos investiert wurde. Und ich bin inzwischen genervt, dass das so lange dauert. 

Selbst, wenn ich sie zurück bekäme. Nach der längeren Pause und meiner Verletzung würde ich wohl nicht bei diesen Wetterverhältnissen morgens aufsitzen. Zu riskant, im Straßenverkehr muss man 150% fit sein, nicht nur "vermutlich 100". 

Trotzdem werde ich die Vespa, wenn sie wieder bei mir ist, nicht in den Winterschlaf schicken. Tagsüber, wenn es trocken ist, werde ich schon fahren. Einkäufe erledigen oder Freunde besuchen oder einfach mal in den Nachbarort auf ´nen Kaffee.

Bin ein bisschen wehmütig. Liegt mir auf der Zunge zu sagen, dass dieses Jahr unter keinem guten Stern stand. Erst das Unglück meines Vespakumpels, dann musste ich meine Touren alle alleine fahren. Und dann der plötzliche Leistungsverlust der Maschine mit dem ellenlangen Werkstattaufenthalt. Und schon ein paar verpasste Vespatreffen seitdem. Und eigentlich wäre ich dieses Jahr gerne nach Wien oder Prag mit der Vespa, und eine Tour Richtung Schwarzwald und eventuell Vogesen hätte auch noch gewinkt. 

Ich versuche es positiv zu sehen: ich hatte ein spannendes Jahr. War in der Schwarzachklamm, bin mit Vespafreunden eine lange Tour am Kanal gefahren, hatte eine tolle Frühlingstour, war im Motorradmuseum Möchs, bin in Uffenheim angerollert, war beim Kaffeeklatsch in Hersbruck, habe die Saalequelle besucht, war auf dem Treffen in Rothenburg, auf der Burgruine Wolfstein, hab eine schöne Sommertour gefahren, habe auf einer gemütlichen Tour einen Kumpel in Würzburg besucht, war bei den Wallenstein-Festspielen und war auf einem mehrtätigen Treffen in Pilgramsreuth und kurz darauf bei der Vespa-Veranstaltung im Itzgrund. Und ohne Vespa dann in Kühedorf. Ich habe viel erlebt mit meinem Süßen! 

Und wenn sie wieder zu Hause ist, werden wir noch viel mehr erleben!

Salamander 22.10.2015, 07.18

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Kommentare zu diesem Beitrag

4. von Matthias

Oha... jetzt fangen die Jahresrückblicke schon im Oktober an. Wenn das so weitergehen wird, werde ich, wenn ich Rentner bin, mir schon im Januar Gedanken über das Jahr machen müssen. Aber wenn ihr schon mal dabei seid....

2015 ist ein absolutes Mistjahr. Gar nicht, weil eine Katastrophe passiert ist, sondern einfach, weil die Anzahl der kleinen Unannehmlichkeiten überdimensional groß war. Außerdem war das Wetter mistig. Und es soll jetzt niemand sagen, dass es doch gar nicht soooo schlecht war... doch! War es!!!

Zum Glück ist in ein paar Wochen alles vorbei und 2016 beginnt. Das kann dann eigentlich nur noch besser werden.

Und während du sagst, dass dein Roller nicht läuft, kann ich dir sagen, dass mein Auto gerade im Sterben liegt und ich noch knapp zwei Wochen warten muss, bis mein neuer Gebrauchter endlich abgeholt werden kann. Bis dahin wäre es pfiffig, sich nicht in meiner Nähe aufzuhalten, während ich den alten Honda durch die Straßen juckele... :-(

Gruß und Kuss... dein Fidibus :-)

vom 06.11.2015, 07.12
Antwort von Salamander:

Naja, vespatechnisch gesehen ist es jetzt Zeit für den Rückblick. Vielleicht werde ich den Winter über fahren, aber keine Touren mehr, maximal Einkäufe und jemanden besuchen, also nix Bloggenswertes. Der Bücher-Rückblick und der private werden im Januar folgen ;-)

Auto im Sterben, auweia, das ist auch nicht schön. Hoffentlich klappt es mit dem Neuen dann besser! Ich drück Dir die Daumen. Dass 2015 doch noch was Nettes für Dich bringt, und dass 2016 dann umso schöner wird ;-)
3. von G'schichtnErzählerin

Wenn 2015 "eigentlich" das Jahr ist, das dein Leben zum Positiven verändert hat, dann sieh es auch so. Im Moment ist es zwar nicht grade einfach, aber betrachte es eben als Herausforderung. Manchmal muss man sich auf das Niveau herabbegeben, auf dem der Gegner sich befindet - sei es eine Werkstatt oder ein Mitbürger - um dem anderen auf Augenhöhe eine ins Gesicht zu schlagen. Und das scheint im Moment fällig zu sein.

vom 26.10.2015, 12.50
Antwort von Salamander:

Kämpfer ja, das scho, aber ich schlage nicht, weder real noch metaphorisch. Bin jmd, der Konflikte sachlich löst, ich gehe nicht auf die persönliche Ebene und erst recht nicht auf Auseinandersetzung, sondern Sachlichkeit und Diskussion. Mag für manche aussehen wie der klassische Verlierertyp, aber am Ende bin stets ich es, der sein Gesicht dabei gewahrt hat, egal was andere denken ...

wichtig ist vor allem, Konflikte nicht persönlich zu nehmen. Wie hier in der Werkstatt. Er hat nicht mit mir ein Problem, sondern mit der Situation. Also finde ich es effektiver, die Situation zu klären als persönlich zu werden oder es persönlich zu nehmen ...
2. von SonjaM

Genau: Think positive. Es war ja nicht nur alles schlecht, dieses Jahr. Und nächstes Jahr wird Deins. :super:

vom 22.10.2015, 21.39
Antwort von Salamander:

ooooh ja, das wird es, und an Silvester geht es looooooooos *jubel* ...
dieses Jahr hat so viel Positives für mich gebracht. Nur, siehe anderes Kommentar zu diesem Beitrag, es sind die vielen Baustellen, dass ich langsam echt dünnhäutig werde, ... aber die größten Baustellen habe ich bald hinter mir, das Ende ist absehbar, das steh ich noch durch ...
1. von G'schitnErzählerin

Ach, lass dich drücken. Es gibt einfach Arschlochjahre. Meines war 2008. Hak es ab und freu dich, das bisher alles gut ausgegangen ist für dich. Ich weiß, das klingt jetzt platt, aber es gab doch auch schöne Zeiten. Versuch dich an die zu erinnern, statt an den Mist.

vom 22.10.2015, 10.03
Antwort von Salamander:

bei mir war es ... puh, welches Jahr ... das Jahr, in dem ich umgezogen bin, also vor etwa drei Jahren, glaube ich, da war auch alles wie verflucht. Dieses Jahr ist besser. Was mich momentan belastet sind die vielen Baustellen, keine davon ist wirklich groß, aber da es so viele sind (auch was hier nicht im Vespablog steht), werde ich langsam dünnhäutig ...

Und, wie Du sagst, ich versuche mich an das Schöne zu erinnern. Und was das Private außerhalb dieses Blogs betrifft: WOW, 2015 ist ein Jahr, das - ich sage das ohne Pathos und ohne Übertreibung - mein Leben zum Positiven verändert hat, und ich bin unglaublich dankbar ... da steh ich diesen Mist hier momentan schon durch ;)

Danke für Deine Worte, bisschen Mutmachen ab und zu tut mir echt gut! :-)