Salamander
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Die Quelle der Altmühl

Genuss-Wochenende, ich habe mir vorgenommen alles auszuschöpfen. Besuch im Lieblingscafé. Zwei Restaurants getestet, die ich schon immer testen wollten. Eine schöne Zeit mit Schatz, eine Rollertour, und am Samstag habe ich die 10.000 km auf der Vespa durchbrochen. 

Über das Chimney Cake Corner, das Sausalitos und das Essen im Kaspar Hauser habe ich >hier< bereits ausführlich geschrieben. In diesem Blog soll es rein um die Tour gehen, die wir dieses mal zu dritt gefahren sind. 

Gerhard hat seit einigen Monaten eine Piaggio Beverley. Als er sie bekam, ist er mit Herbert direkt nach Prag gedüst. Sie waren auch schon zusammen am Lago Maggiore, die beiden sind ein eingespieltes Team, auch wenn Gerhard neben der Beverley oft Motorrad fährt. Auch Herbert und ich fahren viel gemeinsam, ebenfalls ein eingespieltes Team, und heute waren wir das erste Mal zu dritt unterwegs. Wie üblich, wir hatten kein konkretes Ziel, das ergab sich recht spontan: Gerhard wollte die Quelle der Altmühl besuchen. Klasse Idee, also los!


 
Kurz vor Zirndorf bogen wir in eine Tankstelle. Während die beiden zapften, fuhr ich noch einmal um den Block, um meine 10.000 an einem geeigneten Ort zu fotografieren. Das ist mal ´ne Zahl, die mir eine kleine Extrafeier wert ist, ich bin stolz, dass ich in rund 15 Monaten soviel gefahren bin, ohne Vorerfahrung und trotz der Winterphase. Unfallfrei, etwa 60 Prozent auf der Landstraße, viele Kilometer alleine aber noch mehr in Gesellschaft. 



Über viele kleine Ortschaften fuhren wir dann weiter. Die Landstraße wand sich durch herbstliche Felder, Wälder, bergauf und bergab. Auch, wenn die Sonne nur selten durch die Wolken brach und schon eine Menge Blätter auf den Straßen lagen, es war wunderschön anzusehen. Und ein Pilzkenner bin ich nicht, doch den Geruch erkenne ich - ich liebe es, im Herbst durch einen Pilzwald zu fahren, mmmmh! 

Ein Schild bei Burgbernheim. Bevor Ihr den Text mühsam von einem verkleinerten Foto lesen müsst, schreibe ich hier mal den Text, den ich recht spannend fand:

Wo entspringt die Altmühl?
Bereits die ältesten Karten weisen das hier im Süden angrenzende Gebiet als Ursprung der Altmühl aus. Der Hirschteich, 500 m südlich von hier, sammelt Wasser aus mehreren Quellen, die jedoch bei längerer Trockenheit leicht versiegen. 

1904 entschied das Königlich Bayerische Hydrotechnische Bureau zu München, dass als Ursprung der Altmühl der Abflussgraben des Hornauer Weihers angenommen werden muss. 

Von den Zuflüssen des Hornauer Weihers hat derzeit die Quelle bei der Siedlung Erlach, ca 1,5 km von hier, die stärkste Wasserschüttung und kann deshalb als Altmühlquelle angesehen werden. 

Liebe Altmühlfreunde, unsere Empfehlung:
Erkunden sie das naturgegebene Altmühlquellgebiet um den Hirschteich, wandern sie zur Altmühlquelle bei der Siedlung Erlach und weiter zum Altmühlursprung per Dekret am Hornauer Weiher. So waren sie mit Sicherheit am Altmühlursprung. 

Wir fuhren an den Hirschteich, kurz mal in den Wald, die Offroad-Fähigkeit der Vespa testen *g*. Ich muss sagen, mit den City Grip war das wirklich super, trotz Herbstblätter, Matschboden und Split. 

Herbert blieb gemütlich bei der Hütte zurück, während ich mit Gerhard um den Teich lief. Ein paar Fotos von den Eindrücken, wo möglicherweise die Altmühl oder zumindest ein Teil davon entspringt ;-)

















Dann fuhren wir eine kurze Strecke weiter zur Siedlung Erlach, liefen zu Fuß zur Quelle. Viel zu erzählen gibt es da nicht, ich poste einfach  mal zwei, drei Bilder ... 







Wir überlegten, wohin es anschließend gehen sollte. In der Nähe ein Restaurant, das nett klang. Wenn man sich etwas ganz fest wünscht und den Wunsch loslässt, dann kommt er von selbst. Also fuhren fuhren wir ins >Kaspar Hauser<, wo ich schon seit einiger Zeit immer wieder hin wollte und es zur Feier des Tages als ganz besonderes Goodie für mich endlich klappte. Warum ich unbedingt dortin wollte? Na, seht Euch die einladende Front an: 





Was wir bestellten, wie das aussah, das ist ein >eigener Beitrag< im Schwesterblog. Jedenfalls war es richtig lecker, ich habe geschlemmt was das Zeug hielt und war voll bis zum Rand. Jeder Bissen war es wert, wow. Jetzt verstehe ich auch, warum das Kaspar Hauser überregional bis nach Nürnberg bekannt ist und alle Veggis davon schwärmen ;-)

Zur Heimfahrt gibt es nicht viel zu erzählen. Gerhard wollte noch ein wenig cruisen und bog eine andere Richtung ein. Herbert und ich fuhren zügig über die B14. Durch die gemütliche Hinfahrt auf Umwegen kamen wir trotzdem auf gut 160 km an diesem Tag. Nicht schlecht für eine entspannte Herbsttour ...

War auch eine neue Erfahrung, mit der Beverly im Konvoi zu fahren. Mal fuhr Herbert vorne, mal Gerhard. Wenn Die Beverly vorne war, brauste er ganz schön davon. Die Reifen haben einen größeren Durchmesser, die Maschine hat ordentlich mehr PS, obwohl es wie auch unsere LX nur eine 125er ist. Aber sie scheint einiges zu bieten an Tempo und Power. Mit dem riesigen Helmfach, dem großen Topcase und zwei Seitenkoffern passt auch sehr viel Gepäck auf die Maschine, sehr praktisch. Dafür merkte ich, wenn wir für einen kurzen Stop hielten, dass sie weniger wendig ist als unsere Kleine. Und auch vom Design her, zugegeben, sie hat was, aber ich bin einfach kein Rollerfan. Entweder Motorrad oder Vespa, mit anderen Rollern werde ich einfach nicht warm. 

Wenn mal das Wetter passt und die Straßenverhältnisse besser sind, darf ich mal auf seiner Maschine sitzen und fahren, darauf freue ich mich schon sehr, kann es kaum erwarten und bin SEHR gespannt, wie sich das anfühlt. Gehörigen Respekt davor habe ich jedenfalls, habe noch nie auf etwas Größerem als einer 125er Vespa gesessen. Vielleicht werde ich danach ja ganz anders reden als jetzt, wer weiß ... 

Dafür, dass ich anfangs gezögert hatte mitzufahren (als ich aufwachte, regnete es), wurde es dann doch ein super Tag mit netten Tourenkumpels, interessanten Gesprächen, leckerem Essen, malerischer Landschaft und vielen neuen Eindrücken ... 

Salamander 28.09.2014, 12.58

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Kommentare zu diesem Beitrag

1. von Daniel

Sehr schöner Tourenbericht. Ich finde die Quelle wirkt mit dem Stein leicht künstlich, ist aber dafür ein tolles Fotomotiv.

vom 10.01.2016, 15.53