Salamander
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Anrollern Uffenheim am 11.04.2015

Um halb acht trafen Loisl und ich uns auf einem Parkplatz. Wir starteten gemeinsam unsere Fahrt Richtung Gollhofen bei Uffenheim, wo das traditionelle Anrollern stattfand. Obwohl der Wetterbericht nicht nur "um die 20 Grad", sondern sogar den bisher wärmsten Tag des Jahres versprochen hatte, war es ziemlich frisch und düster, als wir starteten. 






Zügig ohne große Pause fuhren wir, die Finger wurden immer kälter, aber wir kamen heil an. Herzliche Begrüßung, freudiges Willkommen, ich erhielt von Volker meinen Magneten für das Treffen in Pilgramsreuth (aaah, das nährt die Vorfreude, danke!). Ein tolles Gefühl, so viele bekannte Gesichter wiederzusehen, und ebenso wunderbar, ein paar Neue zu treffen.



Ich habe für mich selbst das Gefühl, dass es von Treffen zu Treffen schöner wird. Weil ich immer mehr Leute kenne, immer besser in die Community reinwachse und es einfach schön ist, auch über "alte Geschichten" zu plaudern, über gemeinsam erlebte Touren zu schwärmen und nicht nur nette Leute zu treffen, sondern inzwischen liebgewonnene Bekannte. 

Einige waren bereits am Freitag angereist und hatten übernachtet, andere kamen erst heute an. Mit unseren knapp 85 km Anreise gehörten Loisl und ich zu denen, die "um die Ecke" wohnen. Drei Mainzer, jemand aus dem Badischen, jemand aus Hamburg und andere Weitgereiste, alle Achtung. Hunderte km Anreise, Tagestour, und am Abend Heimfahrt, ich ziehe meinen Hut, erst recht bei diesem heute sehr unbeständigen Wetter!

Marco, der das Treffen organisiert hatte, erklärte vor Ablauf ein paar Dinge. Die Fahrt wurde als Schnitzeljagd angelegt, jeder erhielt einen Zettel mit der Route und einzelnen Wegpunkten, die es zu besichtigen und er-fahren galt. 



Wir fuhren los, blieben an einzelnen Punkten stehen. Durchfuhren sogar Frankfurt und Ingolstadt (zwei kleine Ortschaften im Fränkischen), gelegentlich sahen wir einzelne Stationen am Wegesrand, zu denen später noch etwas erklärt wurde. Man merkt, wieviel Vorarbeit Marco investiert hatte, um uns seine Heimat zu zeigen und nicht nur zu fahren, sondern vor allem auch einiges zu lernen, da hat er sich wirklich ins Zeug gelegt, danke!

Hier ein paar Bilder von verschiedenen Zwischenstops, wenn wir uns dann an den Stationen trafen, mal sauber sortiert, mal Kraut und Rüben:







Ach ja, Vespafahren ist nicht nur von A nach B, sondern Dolce Vita. Wie man hier sehen kann:



Dieses Bauernhaus stand gegenüber einer Kirche in Ingolstadt. Zugegeben, das Haus fand ich fotogener als die Kirche, voila:



Eine der Stationen war die Mariengrotte, zu der Marco uns einiges zu erzählen hatte. Sehr interessant. Auch, wenn die Gemeinde wenig aufmerksam wirkt auf dem Foto - wir lauschten interessiert ;-)







Bevor es zu einer Mariengrotte wurde, fanden sich an diesem Ort Hügelgräber. Und er diente als Zuflucht im Weltkrieg, da er etwas versteckt lag. Heute feiert man dort unter anderem Hochzeiten und Taufen, es ist ein schöner, lauschiger Ort, der wirklich etwas Festliches hat. Zu diesen Anlässen wird die Glocke geläutet. Unnötig zu erwähnen, dass auch wir läuteten. Schätze, die Anwohner dachten sich nur "boah, schon wieder Touris" ;-)



Wir hielten unter anderem auch bei einem Spielzeugmuseum. Von außen schon beeindruckend, ein wunderschöner Vorgarten aus Buchsbaum, angelegt wie ein Schlossgarten. Die Dame, welche uns in das Museum führte, wies jedoch auf die zum Kauf erhältlichen Postkarten und bat darum, nicht zu fotografieren, schade aber verständlich. Vor allem, wenn man in einem der Museumsräume sah, mit welcher Liebe zum Detail das alte Gebäude, beinahe schon die "Ruine" neu errichtet und renoviert wurde. 

Das Museum war spannend, ganz anders angelegt als das bekannte Spielzeugmuseum in Nürnberg. Es gab Spielzeuge der letzten 700 Jahren aus aller Welt, besonders faszinierend fand ich die Miniaturen und die Glasarbeiten. 

Wir lagen gut in der Zeit, fuhren gemütlich weiter, fanden uns dann in einem Biergarten wieder. Der gleiche Biergarten wie der, wo wir auch beim >letzten Abrollern< schon eingekehrt waren. 





Wir saßen recht lange, da noch nicht geöffnet war und wir etwas warten mussten. Wir platzierten uns unter das Vordach bzw unter einen Schirm, denn das Wetter spielte apriltypisch verrückt. Von sonnig nach trüb über Regen war alles dabei, manchmal minütlich wechselnd. 

Der Parkplatz vor dem Biergarten ist riesig, und die Vespen standen mal wieder sehr fotogen:







Und ein Bild, das ich ebenfalls gerne teilen möchte. Finde, die Komposition aus Vespa, Sitz, Jacke und Helm hat was. Da sieht man richtig, wieviel Spaß uns das Fahren macht :-)



Die nächste Station war der Frankenstein. Naja, genauer gesagt, der >Dreifrankenstein<. Dort treffen Ober-, Unter- und Mittelfranken aufeinander. Ein Findling markiert diese Stelle. Und um den Findling herum eine kleine Parkanlage mit Beschreibungen zu den einzelnen Regierungsbezirken. 

Und für Wanderer gibt es sogar eine extra Ladestation. Da sag mal einer, wir Franken hätten keinen Humor ;-)







Die Ladestationen gibt es für Genusswandern (Plauderer und Naturgucker), "Normalos" (optimale Ladung für ausgeglichenes Laufen), für Profis (Energie für mind 5 h) und Marathon (nur für Extremgeher). Übergewichtige Läufer allerdings müssen erstmal hüpfen:



An den entsprechenden Stelen zeigen einige von uns, woher sie kommen. Zum Beispiel Mellie und Marco. Daaaaaaaa *hinzeigt* wohnen sie:





Andere ließen es sich gutgehen und entspannten sich nach den vielen Pausen erst einmal. Hier die drei von der Bankstelle:



Und andere nutzen es, um sich stolz vor dem Dreifrankenstein auf ihrer Lieblings-Franken-Seite zu präsentieren und sich unter den drei Wappen verewigen zu lassen ;-)





Die anderen Teilnehmer fuhren dann noch eine Station weiter und zurück nach Gollhofen. Manche fuhren am gleichen Abend noch heim, andere übernachteten und machten sich am Sonntag auf dem Heimweg. 

Für Bernd, Loisl, Bastromuc und mich war es die letzte Etappe, wir wollten nicht zu spät nach Hause und hatten ab hier einen guten Wegpunkt für die Heimreise. Wir fuhren ohne Zwischenhalt direkt zurück, der Wind pfiff ganz schön, und ich sah, dass auch die anderen drei Fahrer teilweise ganz schön vom Wind durchgeschüttelt wurden, sogar mal kurz von der Spur abkamen. Davon, dass angeblich der bisher schönste Tag des Jahres war, merkten wir nicht wirklich viel. 

Wind und Kälte am Morgen / Abend hin oder her: großartige Organisation mit viel Herzblut, jede Menge sympathische Leute, eine abwechslungsreiche Landschaft, abwechslungsreiches Wetter *g*, interessante Stationen und ein prima Anrollern zum Start für die neue Saison. Und verglichen mit meinen bisherigen Uffenheim-Treffen war das Wetter das bisher beste. Jetzt also kann der "offizielle" Teil beginnen. Ich freue mich schon auf viele weitere bereichernde Begegnungen dieses Jahr ;-)

Und danach: erstmal eine schöne, heiße Wanne. Nicht der Kälte wegen, sondern weil es nach ein paar Kilometern einfach verdammt gut tut, auf diese Weise zu entspannten. Und Essen, viel Essen. Nach einem ganzen Tag an der frischen Luft und auf der Maschine hab ich Hunger wie ein Wolf!

Zum Abschluss ein Video von Vespamöhre: >Vespen unterwegs<

Salamander 12.04.2015, 16.36

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Kommentare zu diesem Beitrag

1. von SonjaM

Ach ja, wird auch Zeit, dass man wieder An- und Herumrollern kann, auch wenn das Wetter immer noch nicht mitspielt. Jetzt, wo es bei uns richtig schön wird, bin ich gerade außer Gefecht gesetzt. Ich hoffe, ich hole das bald wieder auf.

Wie ich auf dem Video gesehen habe, waren auch mindestens eine rote und eine orangene Vespa dabei. Schön!!!

vom 15.04.2015, 06.56
Antwort von Salamander:

Gell, das Wetter ist momentan noch nicht so passend. Letztes Jahr bin ich um diese Jahreszeit schon rumgedüst ohne kalte Pfoten. Aber ich will nicht jammern, dafür stand der Roller dieses Jahr nicht so lange in der Garage. Da nehme ich die längere Kälteperiode gerne in Kauf, wirklich perfekt ist es halt nie ...

Rote waren recht viele sogar, und orange nur eine ...

ich wünsch Dir gute Besserung, damit Du bald wieder ordentlich fahren kannst! :-)

Bei mir geht es jetzt auch langsam richtig los. Übernächste Woche eine Tour am Kanal entlang. Am Wochenende vielleicht privat ein paar Kilometer irgendwohin. Und ab Ende April Urlaub, wo ich eine Woche lang die Rollersau rauslassen kann, falls mir danach ist ;-)